Erzeugernetzentgelte für Offshore Wind
Auftraggeber: Bundesverband Windenergie Offshore e.V. (BWO)
Ansprechpartner: Ingmar Schlecht
Team: Silvana Tiedemann, Jonathan Mühlenpfordt, Lion Hirth
Veröffentlichung: 3. Juni 2026
Die Bundesnetzagentur plant, künftig auch Stromerzeuger an den Netzkosten zu beteiligen. Im Zentrum steht ein bundeseinheitlicher Kapazitätspreis ab 2029, ergänzt um Baukostenzuschüsse und perspektivisch für die meisten Erzeugungstechnologien auch dynamische Netzentgelte. Damit sollen zwei Ziele erreicht werden: Verbraucher entlasten und systemdienliche Anreize setzen. Doch funktioniert das auch für Offshore-Wind, wo Standorte, Netzanschlüsse und Anschlusskapazität weitgehend staatlich vorgegeben sind?
Diese Studie geht der Frage nach und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Weil Investoren über die entscheidenden Größen gar nicht selbst bestimmen, entsteht keine produktive Lenkungswirkung. Stattdessen steigen die Stromgestehungskosten und damit die Gebote künftiger CfD-Auktionen. Da Offshore-Windparks künftig über CfDs abgesichert werden, landet die Mehrbelastung am Ende beim Bundeshaushalt. Aus der erhofften Entlastung der Verbraucher wird so eine Netzfinanzierung über einen Umweg, der aufgrund neuer Finanzierungsunsicherheiten die Gesamtkosten erhöht.
Webinar
Die Aufzeichnung des Webinars wird in Kürze auf dem Youtube-Kanal des BWO veröffentlicht.
Unsere Studie finden Sie hier:

