Flexibilität & E-Mobilität
Dynamische Tarife, §14a EnWG, Smart-Meter-Rollout und die Regulierung netzdienlichen Ladens entscheiden darüber, ob Wärmepumpen, Elektroautos und Heimspeicher ihr Flexibilitätspotenzial für das Stromsystem tatsächlich entfalten. Die richtigen Preis- und Netzentgeltsignale sind dafür die zentrale Voraussetzung.
Wir beraten Energieversorger, Verbände und Politik zu Flexibilitätsstrategien, intelligentem Laden und Vehicle-to-Grid – von der Potenzialanalyse über die empirische Auswertung von Lade- und Lastdaten bis zum Produktdesign. In Pilotprojekten untersuchen wir, wie dynamische Tarife und Netzentgelte Flexibilität tatsächlich aktivieren.
Johanna Bronisch ist unsere Ansprechpartnerin für Flexibilität.

Dr. Johanna Bronisch
bronisch@neon.energy
+49 155 61 042 055
The Economics of Power Grids (EN) A comprehensive introduction to the technology, economics, operation, and regulation of electricity grids: from locational pricing and redispatch to network charges and dynamic grid fees. Designed for anyone who plans, operates, regulates, or uses electricity grids, from network operators to flexibility providers.
Pilot dynamische Netzentgelte (dena). Im Pilotprojekt entwickeln wir mit FfE und UnternehmerTUM eine datenbasierte Systematik, die Netzengpässe in gezielte Preissignale übersetzt. Wir analysieren Last- und Preisdaten, untersuchen die Wirkung der Preissignale auf den Verbrauch, bewerten Folgen für Flexibilitätsgeschäftsmodelle und erproben Laststeuerung über SMGW im Feldtest. Laufend. Website.
Dynamische Netzentgelte (EWE). Deutschland reformiert seine Netzentgelte. Flexible Anlagen optimieren zunehmend auf Spotpreise; Synchronisationseffekte erzeugen neue Lastspitzen in spannungskritischen Netzen. Für den Netzbetreiber EWE NETZ untersucht Neon, welche dieser Probleme zeitvariable oder dynamische Entgelte lösen können, und simuliert deren Wirkung auf Last, Erlöse und Kosten. Laufend.
EV-Flexibilität (Industrieunternehmen). Im Auftrag eines deutschen Automobilherstellers untersuchten wir strukturelle Barrieren der Flexibilitätsvermarktung und die Rolle der OEMs im Flexibilitäts-Ökosystem. Wir zeigten, dass Lücken der digitalen Infrastruktur, unklare Zuständigkeiten und schwache Anreize für Netzbetreiber die Flexibilität von E-Autos verhindern – ein strategischer Kompass. 2025.
Netzwirkung von Wärmebatterien (Industrieunternehmen). Wärmebatterien wandeln variablen EE-Strom in konstante Prozesswärme um, doch Netzentgelte begünstigen Grundlastprofile und erschweren flexiblen Betrieb. Wir unterstützten einen Wärmebatterieanbieter in der Konsultation zur deutschen Netzentgeltreform und zeigten: Flexible Nachfrage bietet Netz- und Kostenvorteile gegenüber Grundlast. 2025–26.
Smart Charging & V2G (Enercity). Für den Energieversorger Enercity bewerteten wir dezentrale Flexibilität mit Fokus auf intelligentem und bidirektionalem Laden. Wir analysierten, wie Markt- und Netzsignale die Flexibilitätsnutzung prägen, und bewerteten Ladestrategien für Fahrzeugflotten – als klare Grundlage für Strategie und Kommunikation. 2025.
Dynamischer Stromtarif (Naturstrom). Deutsche Versorger mit über 200.000 Kunden müssen einen dynamischen Stromtarif anbieten, doch nur wenige Haushalte nutzen ihn. Für Naturstrom, einen der zehn größten deutschen Versorger, analysierten wir, welche Haushaltstypen profitieren, und quantifizierten das Potenzial zur Erschließung von Haushaltsflexibilität. 2025. Studie.
Flexibilitäts-Roadmap (Energieversorger). Mit E-Autos und Batterien werden Stromverbraucher deutlich flexibler; Lastverschiebung ist heute weniger eine Frage der Technik als der richtigen Anreize – mit großen Folgen für das Geschäftsmodell von Versorgern. Wir unterstützen einen führenden europäischen Versorger bei einer umfassenden Flexibilitäts-Roadmap. 2025.
Grids & Benefits (UnternehmerTUM). Grids & Benefits ist ein Pilot zu dynamischen Netzentgelten mit ÜNB, VNB und Aggregatoren. Granulare Entgelte wurden day-ahead veröffentlicht und für netzdienliche Lastverschiebung genutzt – mit starker Evidenz für ihre Wirkung auf den Niederspannungsverbrauch. Für UnternehmerTUM leitete Neon Stakeholdermanagement, quantitative Analysen und Kommunikation. 2025.
Flexibilität (Energieversorger). Flexibilität im Stromsystem ist ein Querschnittsthema für Versorger, Netzbetreiber und Anbieter dezentraler Energiedienstleistungen. Wir unterstützten einen integrierten Versorger dabei, flexibilitätsbezogene Aktivitäten über alle Einheiten des Konzerns hinweg zu bündeln. 2025.
Nachfrageflexibilität (BMWE). Alle befürworten nachfrageseitige Flexibilität, doch sie kommt kaum in Gang. Ein zentraler Grund sind regulatorische Hürden – von fehlenden Smart Metern bis zu Leistungspreisen in den Netzentgelten. Mit Fraunhofer IEG, Prof. Alexander Sauer, En2Flex und AssmannPeiffer unterstützen wir das Ministerium und bereiten eine Flexibilitäts-Agenda vor. Laufend.
Intelligentes Laden (Rabot). Dynamische Tarife lassen E-Auto-Besitzer finanziell profitieren, wenn sie laden, sobald Strom am günstigsten ist; zeitvariable Netzentgelte, Intraday-Optimierung und bidirektionales Laden schaffen weiteren Mehrwert. Für den Smart-Charging-Pionier Rabot Energy quantifizierten wir die Erlöse für typische deutsche Fahrprofile. 2024. Studie.
Schlemminger et al. (2025): Flexibility is the key to decarbonizing heat supply
Winzer et al. (2024): Profile contracts for electricity retail customers
Ruhnau et al. (2020): Heating with wind: heat pumps & variable renewables
Hirth (2016): The benefits of flexibility: wind energy with hydropower
