Grids & Benefits
Das Co-Innovationsprojekt Grids & Benefits hat in einem praxisnahen Pilotprojekt gezeigt, dass dynamische Netzentgelte ein wirksames Instrument sind, um netzdienliche Lastverschiebung anzureizen, die Stromnetze zu entlasten und gleichzeitig Kosten für Endkunden zu senken. Ziel war es, durch zeit- und ortsabhängige Preissignale ein netz- und marktdienliches Ladeverhalten von Elektrofahrzeugen zu ermöglichen und so Engpasskosten sowie langfristigen Netzausbaubedarf zu reduzieren.
Ergebnisse der Pilotierung:
- Beim Laden zu Hause verschoben Aggregatoren über 70% der Ladevorgänge und rund 20% der geladenen Energie in netzdienliche Zeitfenster.
- Für Endkunden ergaben sich durchschnittliche Einsparungen von rund 2 ct/kWh, in der Spitze bis zu 9 ct/kWh.
- Beim öffentlichen Laden führte eine Preisreduktion von 20 ct/kWh dazu, dass bis zu 30% der Ladevorgänge aktiv in netzdienliche Zeitfenster verlagert wurden.
- Insgesamt zeigte sich eine klare Verlagerung von Lasten weg von Hochlastzeiten hin zu Zeiten mit hoher erneuerbarer Erzeugung oder freier Netzkapazität.
Grids & Benefits zeigt, dass dynamische Netzentgelte technisch umsetzbar, wirksam und kundenrelevant sind. Sie können einen wichtigen Beitrag zur effizienten Nutzung der Stromnetze, zur Senkung von Systemkosten und zur Ausgestaltung der laufenden Netzentgeltreform (AgNeS) leisten.
Weitere Details zum Projekt finden Sie in den Folien und auf der Projekt-Seite.
